Referent*innen einladen

Es gibt im Netzwerk einige Menschen, die gerne Vorträge und/oder Workshops anbieten würden. Bei Interesse schreib einfach an info[at]nandu[dot]net oder (falls vorhanden) an den bei der Workshop/Vortragsbeschreibung angegebenen Kontakt.
Aktuell (Februar 2016) werden folgende Veranstaltungen angeboten:


Über die Grundsätzliche Kritik an Tierausbeutung (Vortrag)

Die Haltung und Tötung von Tieren in Fabriken ist lediglich eine Zuspitzung eines komplexen Herrschaftsverhältnisses zwischen Menschen und Tieren und lässt sich nicht losgelöst von anderen Herrschaftsstrukturen betrachten.
Das Empören über die Zustände in der sogenannter konventionellen Massentierhaltung zieht sich durch weite Teile dieser Gesellschaft. Wer kennt sie nicht die Bilder von Hühnern dicht an dicht gedrängt in engen Hallen oder in Kisten auf LKWs, sogenannte Masthühner deren Beine aufgrund optimierter Züchtungen nach 3 Wochen Lebenszeit unter ihren Gewicht zusammen brechen. Schweine die sich in ihren Käfigen nicht einmal umdrehen können und sich Verletzungen durch Spaltenböden zuziehen.
Das ist nicht Art gerecht, ethisch nicht vertretbar, Tierquälerei darüber sind sich viele einig. Doch kann die be- und vernutzung von Tieren ohne Leid vonstatten gehen?
Kann die Tötung und die Zerstückelung von Leid fähigen Körpern etwas mit Glück zu tun haben?
Gibt es eine "gute" und eine "schlechte" Gefangenschaft?
In den Vortrag werde ich euch meine Grundsätzliche Kritik an Tierausbeutung vorstellen und sie zur Diskussion stellen.

Kontakt: braunschweig[at]nandu[dot]net.


Tierbefreiung und Kapitalismuskritik - ohneeinander nicht zu denken (Vortrag)

Wie hängen Kapitalismus und Tierausbeutung historisch und systemisch zusammen? Können wir das eine abschaffen, ohne auch das andere anzugehen? Was ist falsch an der Idee des veganen Kapitalismus? Diese Fragen werden wir in ihrer Komplexität nur streifen können, uns aber genügend in sie einarbeiten zu können, um zu erkennen: Das Wirtschaftssystem ist kein alleiniger Hauptwiderspruch, wohl aber eine Größe, mit der gerechnet werden muss, will mensch die Unterdrückung der Tiere beenden. Und: Ein Kapitalismus ohne Tierausbeutung ist letztlich nicht möglich. Zumindest ist es das, was ich in meinem Input-Referat behaupten und untermauern werde. Inwiefern diese Standpunkte übernommen und umgesetzt werden, kann sich in einem folgenden Workshop-Teil ergeben.

Kontakt: braunschweig[at]nandu[dot]net.


Zusammenwirken verschiedener Herrschaftsmechanismen in der industriellen Tierhaltung (Workshop)

In diesem Workshop werden die verschiedenen Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse dargestellt, welche die ndustrielle Tierhaltung nach sich zieht, wie zum Beispiel die Unterdrückung und Vertreibung kleinbäuerlicher, indigener Familien in Südamerika für den Futtermittelanbau, die Herrschaft des Menschen über die Umwelt und die Ausbeutung derselben, die Unterdrückung sogenannter Nutztiere sowie die prekären Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen. Wer aus dem einen oder anderen Grund gegen industrielle Tierhaltung aktiv ist, wird zwangsläufig auch mit den anderen Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnissen in Kontakt kommen, da diese durch den Faktor industrielle Tierhaltung untrennbar miteinander verbunden sind.

Kontakt: braunschweig[at]nandu[dot]net.


Das Problem heißt Kapitalismus!? (Workshop)

Dauer: variabel 3 - 6 Stunden
Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, Arten- und Umweltschutz: Diese Schlagworte sind in aller Munde und finden sich auch in den Unternehmensphilosophien und Selbstdarstellungen vieler Firmen wieder. In diesem Workshop sehen wir uns an, nach welchen Prinzipien im Kapitalismus gewirtschaftet wird und wir diskutieren die These, dass echter Umweltschutz im Kapitalismus nicht möglich ist! Dazu werden wird es einen kleinen Theorie-Teil geben um ein par Begriffe die in einer Kapitalismuskritik wichtig sind zu klären und eine weitere Methode anwenden um die Problematik deutlich zu machen. Der Workshop ist für alle offen und es werden keine Vorkenntnisse erwartet.

Kontakt: braunschweig[at]nandu[dot]net.


bio vegane Landwirtschaft (Workshop)

Zu Beginn wird es einen kleinen Input zu Theorie und vor allem Praxis des veganen Landbaus geben. Was bedeutet Bio veganer Anbau und was ist der Unterschied zu anderen Anbaumodellen? Ich möchte versuchen darauf eine Antwort zu geben. Da ich eine Ausbildung bei einer bio veganen Gärtnerei mache werde ich von der praktischen Umsetzung dort erzählen und je nach Interesse der Teilnehmer*innen auf verschiedene Aspekte eingehen.
Anschließend können Fragen gestellt, über Erfahrungen berichtet und sich über Ideen ausgetauscht werden... Zusätzlich wird es eine Samentauschbörse geben.

Kontakt: braunschweig[at]nandu[dot]net.


Aktionsworkshop

In dem Workshop wollen wir euch anhand einer Reihe von Fotos Aktionen vorstellen und sie mit euch diskutieren. Was gibt es für Aktionsformen? Was kann mensch tun gegen Tierfabriken?
Je nach Interesse können wir zu einigen mehr sagen und evtl. Sachen selber ausprobieren und konkret umsetzen.

Kontakt: braunschweig[at]nandu[dot]net.


Das Ge(ht)_schlecht gerecht!? (Workshop)

In dem Workshop möchten wir uns mit euch über das Thema Gender1 in unserer Gesellschaft austauschen. Welche Funktionen haben Geschlechterrollen heute und wie hängen sie mit dem Thema Gerechtigkeit zusammen? Darüber möchten wir einen kurzen theoretischen Input, sowie aktuelle Zahlen zur Situation in Deutschland vorstellen geben und mit euch diskutieren. Außerdem möchten wir am Beispiel von (Frauen*)Quoten Maßnahmen gegen die Ungleichbehandlung diskutieren.

1 Im Englishen wird zwischen sex=biologisches Geschlecht und gender=soziales Geschlecht unterschieden. Diese Unterscheidung gibt es im Deutschen nicht, weswegen wir das Wort "Gender" bevorzugen

Kontakt: braunschweig[at]nandu[dot]net.


Selbstverteidigung und Prozessführung vor Gerichten (Wochenendseminar)

Im Workshop wird es zunächst um die theoretischen Rahmenbedingungen im Gerichtsverfahren gehen. Wie läuft dieses generell ab, welche Rechte haben die Beschuldigten/Angeklagten? Wie können wir unsere politischen Argumentationen einfließen lassen? Grundsätzlich geht es darum, Ängste vor Gerichten, Richter_innen und der Justiz überhaupt abzubauen und ein Selbstvertrauen zu entwickeln, dass es den Aktivist_innen erlaubt, Prozesse auch ohne Rechtsanwält_innen zu führen bzw. die Vorgänge mitgestalten zu können. Dazu wird es u.a. ein Rollenspiel geben, in dem eine Gerichtsverhandlung mal "probiert" werden kann. Außerdem werden wir verschiedene Werkzeuge zeigen, die vor Gericht zur Verteidigung genutzt werden können.

Kontakt: braunschweig[at]nandu[dot]net.



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