Vorgeschichte

Schonmal davon geträumt, die Zeit zurückzudrehen und an einer entscheidenden Stelle etwas ganz anders zu machen?

Stell Dir vor, wenn Du morgen früh aufwachst, ist plötzlich der 3. März 2151. Du brauchst den halben Tag, um Dich an die ulkige Aussprache und die ausufernde Hutmode zu gewöhnen. Abends bei einem Glas Flumettenbier (was auch immer das ist) fühlst Du Dich aber eigentlich schon ganz heimisch. In der Kneipe laufen im Hintergrund die Nachrichten. Kommen Dir irgendwie bekannt vor. Die Bundeskanzlerin erklärt, warum noch mehr Soldaten in den Krieg gegen China müssen; die Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge im Mittelmeer ist letztes Jahr auf 400.000 gesunken; die fürchterliche Kamelgrippe hat bereits Bonn erreicht; im Slum von Quedlinburg starben bei einem tragischen Unfall fünf Arbeitslose sowie das weltweit letzte Kaninchen; der FC Bayern ist zum 132sten mal Meister geworden.

“Komisch”, denkst Du Dir. “142 Jahre vergangen und immer noch nix geändert. Eigentlich war doch der Plan, dass wir jetzt alle fett und glücklich sind.” Dein Tresennachbar erklärt Dir, dass man ja an den Zuständen leider nichts mehr ändern könne. Und es gebe einfach zu viele Probleme. Bis die alle beseitigt seien, das würde noch eine halbe Ewigkeit dauern. Damit hätte man wesentlich eher anfangen müssen.

Noch unter Flumetteneinfluss beschließt Du, aus herumliegenden Wasserrohren eine Zeitmaschine zu bauen. Neun Jahre und ein Quantenphysikstudium gehen ins Land und bringen vor allem die frustrierende Erkenntnis, dass Wasserrohre verdammt schlechte Zeitleiter sind. Egal. Schließlich hast Du’s geschafft und drückst den Start-Knopf.

Du wachst in Deinem Bett auf, es ist morgen früh im Jahr 2009, Du kannst Dich an nichts erinnern, hast Kopfschmerzen und siehst neun Jahre älter aus. Aber etwas ist anders: In Dir drin verspürst Du den seltsamen Wunsch, dazu beizutragen, dass die Welt 2151 ein netterer Ort ist. So wie Dir ging es uns auch. Wir haben es geschafft, das Rad der Geschichte nochmal um 142 Jahre zurückzudrehen. Wir haben eine zweite Chance. Und hier kommt unser Plan, wie es diesmal laufen soll.

(zürück zum Selbstverständnis)



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