Warum ist pflanzliche Ernährung ökologischer?

Statt Tierprodukten (Milch, Fleisch, Leder, Eier, Bärengalle, …) könnten wir Menschen theoretisch auch nur pflanzliche Produkte verwenden (Hafermilch, Seitan, Hanf, Sojamehl, Pusteblumenextrakt, …). Aber warum wäre das ökologischer und effizienter?

Dahinter stecken im Wesentlichen zwei Effekte:

  1. Zur Erzeugung einer tierlichen Kalorie (z.B. im Schweineschnitzel) werden durchschnittlich etwa 7 mal so viele pflanzliche Kalorien benötigt (z.B. im Sojaschrot). Der weitaus größte Teil der eingesetzten Pflanzenenergie geht also verloren. Die ökologischen Auswirkungen tierlicher Nahrungsmittel sind dementsprechend schon durch den Futteranbau um ein Vielfaches höher. Oder andersherum: Wenn wir mehr Pflanzen äßen, müssten viel weniger Pflanzen angebaut werden. Weniger ökologischer Schaden, mehr Platz für Ozelot und Elch, mehr Platz für günstige Grundnahrungsmittel für alle.
  2. Es gibt große Klimaeffekte von Tieren, die die meisten Pflanzen gar nicht haben. Prominente Beispiele: Kühe, die Methan pupsen, und Gülle, die Lachgas emittiert. Allerdings gilt es, genau hinzusehen: Nassreis ist durch seine spezielle Anbaumethode auch eine große Methanquelle. Die meisten anderen Pflanzen allerdings nicht.

Die Schlussfolgerung daraus: Wir könnten auf unserem Planeten sowohl den Bedürfnissen von Tieren (draußen rumspringen, alt werden, Kinder großziehen und so) gerecht werden als auch damit gleichzeitig schonmal über 10% unserer Treibhausgase einsparen. Noch dazu würde der auf schlechte Weltwirtschaftspolitik zurückzuführende Hunger in der Welt zumindest etwas gelindert.

Nandu meint: Feine Sache, über die nachzudenken auf jeden Fall nicht verkehrt ist.

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